.hamburg beim 38. ICANN-Meeting in Brüssel

Neue regionale Initiativen

Auf dem ICANN-Meeting in Brüssel (20.-25.6.2010) haben weitere regionale Initiativen ihre Absicht bekundet, sich in der kommenden Bewerbungsrunde für eine eigene Top-Level-Domain (TLD) einsetzen zu wollen. Dazu zählen u.a. .irish, .val (Valencia) sowie .and (Andalusien). Neue Stadtendungen wie .hamburg sind keine mehr hinzugekommen.

Bewerbungsfenster im Frühjahr 2011

Nach Aussagen von ICANN Vizepräsident Kurt Pritz wird angestrebt, dass das endgültige Bewerberhandbuch wie geplant im Dezember 2010 veröffentlicht wird und das Bewerbungsfenster für neue TLDs dann nach Abschluss der 4-monatigen Kommunikationsperiode im Frühjahr 2011 geöffnet wird. Möglicherweise könnte bereits im September schon eine vorläufige Endversion des finalen Bewerberhandbuchs vorliegen.

Wichtige Einschränkungen bei Technikanbietern

Eine für .hamburg wichtige Änderung in der 4. Version des Bewerberhandbuchs ist, dass ICANN-akkreditierte Registrare und mit ihnen wirtschaftlich verbundene Unternehmen davon ausgeschlossen sind, jedwede technische Dienstleistung für den Betrieb einer TLD (so genannte Registry-Services) anzubieten. Zudem dürfen Registrare mit maximal 2% an einer TLD beteiligt sein. Damit käme derzeit kein einziges deutsches Unternehmen für die Technik in Frage.

Netzwerken in der ICANN-Community

In Brüssel haben wir uns wieder insbesondere bei den Regierungsvertretern, aber auch bei den ICANN-Direktoren dafür  eingesetzt, dass die .hamburg Domainendung bald Realität werden kann.

Neben vielen Hintergrundgesprächen waren der Deutsche Abend unter Beteiligung zahlreicher Regierungsvertreter und der Vereinten Nationen sowie der gemeinsame Businessempfang der Regierungen und ICANN-Direktoren die wichtigsten Veranstaltungen zum Austausch über die .hamburg Top-Level-Domain.

Dabei waren insbesondere die weitreichenden Einflußmöglichkeiten von Gebietskörperschaften auf den Betrieb einer GeoTLD wie .hamburg Gesprächsthema. Die aktuellen Antragsbedingungen bei ICANN sehen hier z.B. vor, dass die Hansestadt Hamburg mit einem Zustimmungsvorbehalt verhindern kann, dass dotHamburg fiskalisch in ein Niedrigsteuerland verlagert wird, an Finanzinvestoren im Ausland verkauft wird oder an einen Standort mit weniger strengen Auflagen als in Deutschland (z.B. für den Datenschutz) umzieht.

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